Das Internet: Seit 1990 ist es für alle Menschen zugänglich. Bis heute hat es sich zu einer der größten und, wie es scheint, unabkömmlichsten Erfindungen unseres Zeitalters entwickelt.
Auch für die rechtsextreme Szene:
Das Informationsnetzwerk, das heutzutage jedem ohne große Kostenfaktoren zugänglich ist, bietet auch für neonazistische und rechtsextreme Gruppen einen idealen Nährboden, ihre Parolen und Pamphlete zu verbreiten. Weltweite Zugriffsmöglichkeiten und Informationsverbreitung innerhalb kürzester Zeit bilden für sie besondere Vorteile:
* Inhalte können über Server im Ausland straffrei verbreitet werden
* eMail-Adressen sorgen für Anonymität
* ohne nennenswerten finanziellen Aufwand: Tausende von Usern erreichbar.
1999 zählte der Verfassungsschutz bereits 330 rechtsextreme Seiten im Internet, und diese Zahl stieg im Jahre 2000 noch einmal auf ca. 800 an. Obwohl die Zahl der von deutschen Rechtsextremisten betriebenen Homepages im Jahre 2003 geringfügig auf 950 (2002: 1.000) zurückging, tauchen Rechtsextremisten seither verstärkt in interaktive Dienste des Internets auf: Neben Mailinglisten und Newsletters haben Diskussionsforen und Weblogs eine immer größere Bedeutung für die Szene.
Was tun, wenn man rechtsextreme Propaganda im Internet entdeckt?
Sofern Websites strafrechtlich relevante Inhalte haben, bestehen gute Chancen die Urheber zu belangen - auch wenn sich diese im Ausland befinden.
In diesem Zusammenhang möchten wir auf das Angebot von Jugendschutz.net verweisen, über das Sie u.a. rechtsextreme Inhalte melden können:
* Jugenschutz.net-Meldeformular.
Auch die "Bundeszentrale für politische Bildung" hält auf Ihrem Online-Angebot eine Datenbank mit momentan 74 "Initiativen gegen Rechtsextremismus" bereit und informiert umfangreich über das Thema!
Eine Hilfestellung zum Erkennen von verfassungsfeindlichen Symbolen finden Sie u.a. hier.
Schauen Sie nicht weg! Zeigen Sie Zivilcourage.



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