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Hausdurchsuchungen in Göttingen! Demo am 30.1.10 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 28 Januar 2010

 +++ Pressemitteilung anlässlich der Hausdurchsuchung in der Roten Straße 1 Göttingen am 27. Januar 2010+++

Polizei durchsucht Haus in der Roten Straße. Konstruierte Vorwände sollen Repression gegen linke Strukturen legitimieren.

Gestern, am 27. Januar 2010, hat die Polizei eine Hausdurchsuchung in der Roten Straße 1 in Göttingen durchgeführt. Bereits gegen 19.00 Uhr hatte ein Großaufgebot an Einsatzkräften die Rote Straße abgesperrt. Anschließend wurden mehrere Zimmer von Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie das Wohnzimmer und der Dachboden durchsucht. Darüber hinaus verschafften sich die Polizeikräfte Zutritt zu weiteren Zimmern.

Als Vorwand galt der Polizei eine vermeintliche Spur, die ein Spürhund trotz Schneefalls und Tauwetters auch nach fünf Tagen noch aufgenommen haben soll. Diese
habe angeblich von dem Brandherd im Kreishaus, der nach Spekulationen der Polizei auf einen Anschlag zurückgeht, direkt zum Haus in der Roten Straße geführt. „Es ist
offenkundig, dass hier Stimmung gemacht wird gegen die linke Szene im Besonderen und antirassistische Politik in Göttingen im Allgemeinen.“, erklärte Sonja Meier, eine
Sprecherin der Roten Straße. Während der Durchsuchung verstießen die Polizistinnen und Polizisten gleich mehrfach gegen geltendes Recht. So verschafften sich die
Beamten, ohne die Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses darüber in Kenntnis zu setzen, Zutritt zur Wohngemeinschaft. Als die Betroffenen die Vorlage eines
Durchsuchungsbeschlusses forderten, verweigerten die Polizeikräfte diese. Zudem wurde Sven Adam, der von den Betroffenen hinzu gerufene Anwalt, zunächst von
Polizeibeamten daran gehindert zum Haus zu gelangen. Die Sprecherin erklärte hierzu: „Es ist ein Skandal, dass ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss auf einer solch
vagen Beweisgrundlage überhaupt unterschreibt. Die Durchsuchung reiht sich ein in eine Vielzahl von Repressionsmaßnahmen gegen linke Strukturen.“ So wurde im
vergangenen Jahr eine linke Wohngemeinschaft in der Geismar Landstraße durchsucht; ein Gericht hat diese Maßnahme mittlerweile für rechtswidrig erklärt.

„Wir werden diese willkürlichen Maßnahmen nicht widerstandslos hinnehmen und verurteilen sowohl die Hetze gegen antirassistische Politik als auch die mit ihr
verbundene Repression.“, so Sonja Meier abschließend.

Für Samstag, den 30. Januar 2010, rufen die Bewohner und Bewohnerinnen der Roten Straße zu einer Demonstration gegen das Vorgehen der Polizei auf. Treffpunkt soll
laut Angaben der Sprecherin um 17.00 Uhr am Kornmarkt sein.

Bewohnerinnen und Bewohner der Roten Straße Göttingen

Quelle: Fire and Flames

 

Erste Hintergrundinfos zu den Ereignisssen in GÖ finden sich:

 

 http://http://monsters.blogsport.de/2010/01/27/hausdurchsuchung-in-der-roten-strasse/

 http://redical.org

 

 

 

A complete, well informed and objectively written recap of the nights events can be found, in German, on Monsters of Göttingen ( http://monsters.blogsport.de ). Our summary of the events as well as further updates can be found in the coming days at http://fireandflames.blogsport.de

A brief summary of the events of tonight for the non-German speakers:

On the evening of the 27th of January police raided one of the "collective" houses in the Rote Strasse, under the pretense of looking for evidence related to the "bomb" which exploded several days ago in one of the government offices responsible for deportations. This incident occurred only two days after Göttingen authorities arrested and deported a man to Kosovo. The "lead" which led to this massive police operation is apparently nothing more than a police dog which, five days later and despite rain and snow, apparently led police from the site of the "explosion" to the entrance of the house on the Rote Strasse.

This was justification enough to cordon off the entire Red Street with well over one hundred police officers for over three hours and proceed to a thorough raid of the house. In the course of the raid police confiscated three computers as well as other information storage devices. Not precisely bomb making material. The police also took advantage of the opportunity to carry out a further search warrant against an inhabitant of the house, in this case because of alleged property damage in the form of graffitti. The persons computer as well as several stencils were also confiscated.

During the time of the police operation several hundred supporters gathered at the cordoned off corner of Rote Street and Jüden Street. Eventually this led to a "spontaneous" demonstration through the city, during the course of which several store windows were smashed, at least one police car had its windows broken, and several small barricades were built. Five people were arrested during or immediately following the demonstration. Furthermore, approximately 50 people held a spontaneous demonstration in solidarity with the inhabitants of the Rote Str. in Hannover.

****Most importantly, the inhabitants of the Rote Strasse as well as several autonome and antifascist groups are calling for a demonstration against repression and against the attempts to criminalize anti-racist solidarity. This demonstration is on Saturday, January 30th at 17:00 at the "Marktplatz." Put in few words: Be there!*****


Kommentare (4)

RASH BB said:

 
H: Solidemo wg. Hausdurchsuchung in Gö

Anlässlich der Hausdurchsuchung in der Roten Strasse/Göttingen demonstrierten ca. 50 Menschen in Hannover/Nordstadt.

Gegen 22 Uhr versammelten sich etwa 50 Personen, um kurz aber kraftvoll ihrer Solidarität mit den von den Hausdurchsuchungen Betroffenen Ausdruck zu verleihen. Die Demonstration richtete sich nicht nur gegen die Repression, sondern auch gegen die Abschiebepraxis Deutschlands.
Solidarität ist eine Waffe! Feuer und Flamme den Abschiebebehörden!

Quelle: http://de.indymedia.org/2010/01/271858.shtml
2010-01-28 09:38:11

RASH BB said:

 
Repression in Göttingen... Demo Sa 17 Uhr!

Am Mittwoch, dem 27. Januar 2010, rannten Polizisten von einer am 22. Januar in Brand geratenen Teeküche im Gebäude des Landkreises Göttingen, mit einem Sprengstoffspürhund durch die Stadt und machten Halt an einem linken Wohnprojekt. Dort verschafften sie sich am frühen Abend Zugang und stürmten das Haus, in dem ein paar BewohnerInnen gerade vor dem Fernseher saßen. Im Anschluss durchsuchten sie mehrere Räume und beschlagnahmten Computer und diverse andere Dinge, die sich nicht dazu eignen Teeküchen anzuzünden.

Weiter: http://de.indymedia.org/2010/01/271858.shtml
2010-01-28 09:39:24

RASH BB said:

 
Solidarität ist eine Waffe! Polizeiterror zurückschlagen!

Am Abend des 27. Januars 2010 stürmte die Polizei in Göttingen ein Haus in der Roten Straße und führte eine Hausdurchsuchung durch. Offizielle Begründung ist ein Sprengstoffhund, der fünf Tage nach dem Brand in einer Teeküche des Göttinger Landkreisgebäudes, von dort in die Rote Straße lief. Die Polizeirazzia in dem Wohnprojekt ist ein offensichtlicher und bewusster Angriff auf linke Strukturen in Göttingen!

Seit dem Feuer im Landkreisgebäude verbreitet die Göttinger Polizeiführung Spekulationen und versucht erstens propagandistisch einen ?Sprengstoffanschlag? zu verkünden und auf Pressekonferenzen eine ?andere Liga? herbeizureden, während im Detail von ?unbekannten Vorrichtungen? die Rede ist. Vor allem stellt sie zweitens einen Zusammenhang zum linken, völlig legitimen Widerstand gegen die unmittelbar bevorstehenden Abschiebungen von Roma aus Göttingen in Not, Verfolgung, wahrscheinlich Folter, vielleicht sogar Tod in den Kosovo her.

Weder willkürliche Kriminalisierung linker Strukturen, Projekte, Organisationen, noch die Diffamierung antirassistischer Praxis, die ausdrücklich Menschenleben schützen will, nehmen wir widerstandslos hin!

Kommt zur Demonstration am 30. Januar 2010 ab 17 Uhr in Göttingen ab Marktplatz/Gänseliesel!

Keine Kriminalisierung antirassistischer Praxis! Für freies Fluten!
http://www.redical.org
2010-01-28 09:39:45

RASH BB said:

 
Hausdurchsuchung in Göttingen / Demo am 30.01

Gestern Abend (27.1.2010) stürmten Bullen ein linkes Wohnprojekt in der Roten Straße, durchsuchten ohne Zeugen die Zimmer und nahmen Computer und andere persönliche Gegenstände mit. Gleichzeitig sperrte ein Großaufgebot die Rote Straße ab, Nachbarn erhielten Platzverweise für die Straße in der sie wohnen und durften nicht in ihre Häuser gehen. Mit Knüppeln im Anschlag und Hunden machten die Schergen des Staates den Menschen vor der Absperrung klar, dass sie weder Protest noch Zeugen bei ihrer Aktion haben wollen.

Weiter: http://de.indymedia.org/2010/01/271920.shtml
2010-01-28 20:56:02

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